Auch ein Vertriebener ...

HRK (von der offiziellen Site gemopst)Es gibt eigentlich nur zwei Meinungen über Heinz Rudolf Kunze: Der Mann ist einmalig bzw. Der Mann gibt mir gar nichts.

Meine Meinung deckt sich mit der ersten. Auch wenn ich nicht vorgebe, alles zu verstehen, was HRK produziert (wer das von sich behauptet, der lügt), so halte ich seine Musik und seine Texte für das Beste, was es im deutschsprachigen Musikraum derzeit zu hören gibt. Solche äußerst präzisen Charakterisierungen von deutscher Befindlichkeit und kleinbürgerlichem Geist finden sich weder bei Westernhagen noch bei Grönemeyer (einfach genial „Deutsche singen bei der Arbeit“ - wie kann man die deutsche Mentalität kürzer und treffender in Worte fassen?). Wer nicht weiß, wie er es seiner Flamme sagen soll, ohne in abgedroschene Phrasen zu verfallen, der sollte sich einfach die niemals stereotypen Texte einiger Balladen und Liebeslieder anhören („Ich habs versucht“).

Bestätigt wird dies durch die Konzerte, in denen es kein stumpfsinniges Herunterrattern der aktuellen und älteren CDs zu hören gibt, sondern jedesmal einen Mehrwert, den ein Live-Konzert eigentlich immer bieten sollte. Sei es durch die Sprechtexte, durch neue Versionen alter Hits (dieses Jahr phantastisch „Dein ist mein ganzes Herz“) oder überhaupt durch die Atmosphäre und die Länge der Events, die nie unter zweieinhalb Stunden beträgt.

Mein Wunsch, einmal „Lola“ live zu hören, ist allerdings noch nicht in Erfüllung gegangen.

Neben der Website des offiziellen HRK-Fanclubs (Die Wunderkinder), die das Fan-Sein aufdringlich professionell zelebrieren, ist seit diesem Jahr auch die Webverstärkung von HRK online. Dieses Angebot wird auch permanent gepflegt und bietet genug Lesestoff für Kunze-Fans und Interessenten. Reinschauen lohnt!

Schön, daß es Lehrer gibt, die etwas aus ihrem Leben machen :-)


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Erstellt am: 24.10.1999. Kommentare an den Autor.